Depressive Gefühle werden im Westen oft als rein mentale oder chemische Disbalance verstanden. Die TCM bietet einen ergänzenden Blick, indem sie den energetischen Zustand des Körpers betrachtet. Zwei Muster stehen dabei besonders im Vordergrund.
1. Leber-Qi-Stagnation
Bei diesem Muster fühlt sich die Person blockiert, frustriert und gereizt. Es kann ein schweres Gefühl in der Brust, häufiges Seufzen und Antriebslosigkeit geben. Die Lebensenergie Qi scheint nicht frei fließen zu können.
2. Herz-Blut-Leere
Hier wirkt die Person weniger frustriert als vielmehr leer, unruhig und abgeschlagen. Oft bestehen Vergesslichkeit, Grübeln und Schlafprobleme. Das Herz, der Sitz des Geistes, hat nicht genug nährendes Blut, um ruhig und stabil zu
bleiben.
Integrative Sicht
Eine westliche psychotherapeutische Begleitung kann helfen, Gedankenmuster und Belastungen zu verarbeiten. TCM kann diesen Prozess ergänzen, indem sie das körperlich-energetische Fundament stärkt.
